• teak pan 1000
 

Auf jedem Boot gibt es kleine Hilfsmittel, die alle nicht den Umfang eines "richtigen Projektes" haben aber das Leben manchmal sehr erleichtern. Einige von denen, die ich auf der MERGER realisiert habe, möchte ich hier vorstellen.


Flaschenhalterung

Dieser Flaschenhalter ist nichts besonderes und eigentlich nur ein Brett, das ich in einen sonst leeren Raum hinter die Rückenlehne gebaut habe. Mit einer Lochsäge ein paar einigermaßen passende Löcher rein und fertig. So ist der leere Raum genutzt und wir können angebrochene Flaschen auch während der Fahrt sicher lagern. Wenig Aufwand aber viel Ergebnis gemessen an einer ausgelaufenen Flasche Rotwein.

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Anker 1

Der von mir bevorzugte Bügelanker passt auch hervorragend in die von Bavaria standardmäßig vorgesehene Halterung für einen CQR. Er läuft einwandfrei über die Rolle. Nur mit dem Sicherungsbolzen gab es Schwierigkeiten. Ein auf den Anker aufgeschweißtes, aus einem Schäkel geschnittenes, Auge löste das Problem zu meiner Zufriedenheit.

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Notebook

Was macht man, wenn beim Einschalten des KW-Senders das Notebook plötzlich verrückt spielt? Bei mir half ein Klappferrit aus der Bastelkiste. Ein paar Windungen des Kabels zwischen PC und Pactor-Controller durch den Ferritkern und schon ist zuverlässig Ruhe. Auch auf den kritischen Frequenzen oberhalb von 10 MHz bleibt der Laptop jetzt ganz gelassen und läßt sich von der Hochfrequenz absolut nicht mehr beeindrucken.

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Zweitlautsprecher

Immer wieder ärgerte ich mich weil ich, wenn ich mich draußen aufhielt, die Stimmen aus dem am Navigationsplatz angebrachten Funkgerät nicht verstand. Ich habe das Problem mit einem mobilen Zweitlautsprecher unter der Sprayhood gelöst. Das Teil stammt aus dem Amateurfunkzubehör und hat einen Magnetfuß, der auf einer mit einem doppelseitigen Klebeband bedestigten verzinkten Eisenplatte einwandfrei hält. Wenn wir unterwegs sind wird der Lautsprecher hervorgeholt und fliegend mit dem Anschluß des Funkgerätes verbunden.

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Anker 2

Nicht nur für Einhandsegler ist es sinnvoll die Ankerwinde auch von der Steuersäule aus bedienen zu können. Diesen Schalter habe ich parallel zum bereits vorhanden an das Windenrelais angeschlossen. Dadurch kann ich die Ankerwinde ganz nach Bedarf vom Vordeck oder dem Steuerstand bedienen.

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Wassertankinspektionsdeckelöffner

Die Bezeichnung ist das einzig komplizierte an diesem Teil. Lange habe ich mich vergeblich bemüht den Inspektionsdeckel des Wassertanks zu öffnen. Mit diesem aus einem Holzrest genau für die Maße des Deckels gebastelten Spezialwerkzeug war es dann ganz einfach. Und genau so einfach bekommt man damit den Deckel wieder zuverlässig dicht.

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Tauwerkschäkel

Normalerweise befestigt man die Schoten mit einem Palstek weil Stahlschäkel beim Schlagen des Segels zu Schäden oder gar Verletzungen führen können. Wenn man wie ich die gleichen Schoten für Genua und Spinnaker verwendet bedeutet das umknüpfen. Im Grunde kein Problem aber es gibt besseres. Diesen Sommer habe ich erstmalig Tauwerkschäkel ausprobiert und bin inzwischen voll überzeugt. Der Segelwechsel geht damit wirklich ruckzuck.

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Fremdstarterkabel

Auf meinem Boot gibt es eine eigene Batterie, die ausschließlich für das Starten des Motors verwendet wird, für alles andere ist sie absolut tabu. Dadurch wird sichergestellt, dass diese Batterie wirklich immer geladen ist und der Motor jederzeit gestartet werden kann. Und was ist, wenn sie trotzdem mal leer sein sollte? Weil ich diese Fragen absoluter Schwarzseher und Bedenkenträger nicht mehr hören konnte, habe ich mir für diesen fast nicht vorstellbaren Fall ein Kabel gebastelt mit dem ich Starter- und Bordbatterie kurzschließen kann. Gebraucht habe ich es selbstverständlich noch nie.

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Impeller wechseln

Besonders wenn er nicht besonders gut zugänglich ist, kann das Wechseln des Impellers in eine ziemliche Fummelei ausarten. Seit ich ihn mit einer Schlauchschelle in der richtigen Richtung vorspanne und außerdem mit Vaseline fette ist das eine Sache von wenigen Minuten. Bei dem Muster auf dem Bild sind zwei Lippen leicht angebrochen. So etwas muss dringend ausgetauscht werden, ehe die Einzelteile im ganzen Kühlsystem gesucht werden müssen. (Nov. 2008)a

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Original und Fälschung

Mit dem mitgelieferten Schlüssel (unten) hatte ich oft Probleme die Tankverschlüsse zu öffen. Besonders der Deckel des Fäkalientanks sitzt oft bombenfest und zickt gerne. Gegen den Eigenbau aus einem Abfallstück Aluprofil mit zwei M5-Schrauben, die in die Vertiefungen des Deckels greifen, hat er allerdings keine Chancen mehr. Mein Nachbau sieht lange nicht so elegant aus, liegt aber gut in der Hand und funktioniert im Gegensatz zum Original sehr zuverlässig. (Aug. 2010) a

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Temperaturprobleme

Wie heiß ist der Motor wirklich? Welche Temperatur hat der Kühlkörper der Trenndiode? Ist es auch an der Wand der Kühlbox noch kalt genug? Solche Fragen gibt es bei uns an Bord nicht mehr seit wir ein äußerst praktisches Infrarot-Thermometer haben. Es ist für knapp 30 € im Elektronikversand zu haben und misst berührungslos und damit z.B. auch am laufenden Motor die Temperatur an jeder beliebigen Stellen. (Feb. 2011)

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Bordtoilette

Eine verstopfte Bordtoilette zu reparieren ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Sch...arbeit. Damit es erst gar nicht soweit kommt, werfen wir grundsätzlich kein Papier hinein. Die Wartung beschränkt sich auf das Schmieren der Pumpe. Immer wenn das Pumpen nach ein paar Wochen zunehmend schwerer wird, baue ich den Kolben aus und schmiere den dann zugänglichen O-Ring rundum mit wasserfestem Fett. Das ist eine saubere Angelegenheit und dauert nur zwei Minuten. Danach läuft alles wieder wie geschmiert und auch das Entsorgen von größeren Geschäften mit viel Land dabei ist absolut kein Problem mehr. (Juli 2011)

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Mast stellen

Jedes Frühjahr die gleichen Fragen: Steht der Mast gerade? Stimmt die Wantenspannung? Dabei ist das alles gar kein Problem. Wenn einmal alles richtig eingestellt wurde, misst man mit einem Meßschieber den Abstand zwischen den Bolzen in den Wantenspannern. Die Werte schreibt man sich - am besten ins Logbuch- auf. Im nächsten Frühjahr müssen dann nur noch genau diese Werte wieder eingestellt werden. Passt!

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Wasserkocher

Wir kochen an Bord mit Gas. Leider passen in das Flaschenschapp nur 2,8 kg Campingazflaschen, die zwar überall zu bekommen aber auch sehr teuer sind. Wir haben unser Kochverhalten beobachtet und festgestellt, dass mindestens 2/3 unseres Gasverbrauches auf das Kochen von Wasser zurückgeht. Das hat sich drastisch geändert seit dem wir einen elektrischen Wasserkocher an Bord haben. In 99% aller Häfen ist ein Stromanschluß im Liegepreis enthalten. Mit einem Wasserkocher ist damit beliebig viel heißes Wasser wirklich kein Thema. Einziger Nachteil: Der Skipper hat keinerlei Ausrede mehr, sich vor dem Geschirrspülen zu drücken! (Juni 2010)

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Wasserdicht

Auch im Zeitalter von zuverlässigen Funkgeräten hat ein verantwortungsvoller Skipper immer noch ein paar pyrotechnische Signale (Raketen, Fackeln) als Backup für den Notfall dabei. Damit diese nicht schon vor der Elektronik versagen, müssen sie absolut trocken aufbewahrt werden. Standardmäßig sind sie deshalb in Kunststofffolie eingeschweißt. Da diese erfahrungsgemäß leicht beschädigt werden kann, verwahre ich das Feuerwerk zusätzlich in einer stabilen Haushaltsdose. Das System "clip&close" von Emsa schließt luftdicht ab und die eigentlich für Spaghetti gedachte Dose passt für die Raketen als wenn sie dafür gemacht worden wäre. (Juni 2011)

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Fortsetzung folgt ...