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Mein Name ist Martin Erger. Als Dipl.-Ing. für Nachrichtentechnik habe ich 35 Jahre in der Entwicklung von kommunikationstechnischen Produkten gearbeitet. Seit einigen Jahren bin ich im Ruhestand und habe jetzt endlich Zeit für das, was ich immer schon machen wollte: Segeln und Reisen.

Dem Wasser verbunden fühle ich mich schon so lange ich mich erinnern kann. Ich hatte ein Freischwimmerzeugnis bevor ich es lesen konnte. Erste Erfahrungen mit Segelbooten machte ich aber erst in den frühen 70gern an der heimischen Edertalsperre. Damals hatte ich gemeinsam mit meinem Bruder eine „Koralle“. Nach dem Studium verschlug es mich nach Süddeutschland an den Rhein. Beruf und Familiengründung gingen vor und der Traum vom Segeln rückte in weite Ferne. Irgendwann bekam ich Kontakte zur DLRG und begann zu tauchen. Einige Tauchtörns mit Freunden brachten mir die Bootszene wieder näher und so nutzte ich die Gelegenheit bei einem Segelclub, den ich über Sicherungseinsätze bei Regatten kennengelernt hatte, meine Kenntnisse aufzufrischen und Scheine (A, BR, SBF, später noch BSP und BZ1) zu erwerben. Segeln auf einem Baggerloch war aber irgendwie nicht mein Ding. Da gefiel es mir unter der Wasseroberfläche schon besser.

1987 ging es aus beruflichen Gründen in den hohen Schwarzwald. Außer gelegentlichen Chartertörns und vielen Träumen war es wieder nichts mit Segeln und mit Tauchen auch nicht. In 2000 bot sich dann die Möglichkeit den Wohnsitz wieder in die nordhessische Heimat zu verlegen. Auch eine Gelegenheit vom Segeln nicht mehr nur zu träumen. Anläßlich meines fünfzigsten Geburtstages habe ich es dann wahr werden lassen und mir ein eigenes Boot, eine Bavaria 32 gegönnt. Einige Jahre in Lemmer am Ijsselmeer gaben uns Gelegenheit das Boot schrittweise auszurüsten und selbst Segelerfahrungen zu sammeln. Inzwischen läßt mir der Beruf etwas mehr Zeit. Im Frühjahr 2009 haben wir unsere MERGER auf dem Binnenweg ins Mittelmeer überführt. Wenn alles so verläuft, wie wir uns das vorstellen, wollen dort in den nächsten Jahren in größeren Etappen in etwa dem Kielwasser des Odysseus ins östliche Mittelmeer folgen. "Und wie lange wollt ihr das machen?" werden wir immer wieder gefragt. "Das wissen wir noch nicht." sagen wir dann immer. Wenn es unsere Gesundheit zuläßt zumindest ein paar Jahre. Termindruck war gestern, wir haben keine Eile. Odysseus war auch zehn Jahre unterwegs, bis er wieder sesshaft wurde. Lassen wir uns überraschen, was die Zukunft bringt. 

Meine Vorstellung wäre unvollständig ohne einen Dank an meine Frau Irene zu sagen. Seit über 40 Jahren managed sie die Familie. Ihr verdanke ich es ganz wesentlich beruflich erfolgreich gewesen zu sein und auch jetzt meine Träume verwirklichen zu können. Als Team welches sich im Leben bewährt hat, machen wir auch jetzt unsere Reisen. Ich kann mir keinen anderen Reisepartner an Bord vorstellen.