Jahre war ich nicht mehr auf der Düsseldorfer Bootsaustellung. Was sollte ich da auch? Eine Neuanschaffung steht nicht an und die MERGER ist zumindest nach meinen Vorstellungen gut ausgestattet. Trotzdem meinten Irene und ich uns diesmal einen Besuch gönnen zu wollen und sei nur um ein bisschen Seefahrerluft  zu  schnuppern um in die Warterei  auf die neue Saison etwas Abwechslung zu bringen.

Als Pensionär meidet man natürlich die Wochenenden. Vermutlich wäre das gar nicht nötig gewesen, denn an dem Mittwoch, den wir uns ausgesucht hatten, waren die Besucher doch sehr überschaubar. Zumindest konnte in den beiden Zubehörhallen, auf die wir uns konzentrierten, von Gedränge keine Rede sein. Das Standpersonal hatte viel Zeit, war teilweise sogar lästig weil man uns Antworten auf Fragen aufdrängte, die wir gar nicht gestellt hatten.  Neue Erkenntnis für mich war, dass ICOM und wohl auch andere den Vertrieb von KW-Seefunkgeräten eingestellt haben, weil die BNA die Zulassungsbestimmungen geändert habe und sich eine aufwändige technische Anpassung bei dem kleinen Markt nicht lohne. Händler bestätigten, dass es keine zulassungsfähigen Geräte mehr gäbe, und rieten zum Schwarzfunk, was viele Segler ohnehin machten. Das ist zwar ein offenes Geheimnis, kann aber m. E. die Lösung nicht sein, eher ein Grund mehr den alternativen Weg über Amateurfunk noch ersthafter zu prüfen.

Martin und Martin: Im Gespräch mit M. Birkhoff (rechts) dem Vorsitzenden von Trans-Ocean e.V.

Herausragendes Highlight des Messerundganges war denn auch der Besuch am Stand von Trans-Ocean. Ich hatte Gelegenheit unseren Vorsitzenden Martin Birkhoff zu treffen, den ich bisher nicht persönlich kannte. Martin nahm sich viel Zeit für ein Gespräch in dem er mir die nächsten Schritte der Vorstandsarbeit erläuterte und ich ihm Vorschläge für Seminare, Webseite und das Forum machte. Mein Fazit: Ein sympathischer Mann, bei dem der TO in schwierigen Zeiten  wie jetzt sicher in guten Händen ist.